Overlock reinigen und ölen – so geht´s in nur 10 Minuten

Overlock reinigen | nähen lernen mit einfach nähen

Damit du möglichst lange schöne Nähergebnisse von deiner Overlockmaschine bekommst, solltest du die Overlock reinigen und ölen. Regelmäßigkeit ist dabei das A und O, deshalb solltest du nicht nur in deiner Overlock, sondern auch in deiner normale Nähmaschine regelmäßig für Klarschiff sorgen. Vor einer Zeit habe ich dir schon gezeigt, wie man die Nähmaschine richtig reinigt und ölt.

Das Reinigen und Ölen solltest du auch regelmäßig mit deiner Overlockmaschine tun. In letzter Zeit habe ich sehr viel mit meiner Overlock genäht und da ist so einiges an Schmutz zusammengekommen. Wie man diesen Schmutz jetzt wieder herausbekommt und wo man die Overlock ölen kann und sollte, das erfährst du hier.

Overlock reinigen – so kommst du an die versteckten schmutzigen Stellen

Um mit meiner Overlock Reinigung anzufangen, entferne ich als erstes die Auffangschale, denn dann kann ich die Overlock öffnen, indem ich die Klappe zur Seite und nach vorne ziehe und zu guter Letzt die Tür zur Seite öffne.

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Hier auf den Bildern zeigt sich schon das Bild des Grauens. Ich habe die Overlock tatsächlich noch nicht so lange und da sieht man mal wieviel Schmutz sich innerhalb von ein paar Wochen in der Overlockmaschine ansammelt. Kleine Fussel oder auch so gröbere Stückchen, die hier einfach runtergefallen sind und sich jetzt unten in der Overlockmaschine sammeln.

Overlock reinigen | nähen lernen mit einfach nähen
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Diese Top 4 Werkzeuge brauchst du zum Overlock reinigen

Das hier sind die Hauptwerkzeuge, mit denen ich jetzt meine Overlock reinigen und ölen werde. Zum einen das Öl, ein feiner Pinsel, dann ein Aufsatz für den Staubsauger und auch einen Schraubendreher, mit dem ich die Schraubplatte entfernen kann.

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So startest du richtig in deine Overlock Reinigungseinheit

Als erstes entferne ich alle Reste, die noch in der Auffangschale sind und gehe dort auch mit einem feuchten Lappen durch. Dann nehme ich mir meinen Staubsauger und sauge erstmal alles weg, was sich lose in der Overlockmaschine befindet. Hier erstmal noch ohne Aufsatz, denn zuerst geht es darum die groben Dinge zu entfernen. Das, finde ich, ist immer die schönste Sache, weil man hier sofort den größten Erfolg sehen kann. Mit dem Staubsaugerrohr gehe ich dabei auf beide Seiten.

Overlock reinigen | nähen lernen mit einfach nähen
Overlock reinigen | nähen lernen mit einfach nähen

Danach schneide ich die Fädchen der Overlock ab und ziehe sie aus der Maschine. Das mache ich immer erst nach dem Aussaugen, weil ich bei dieser Maschine eine Lufteinfädelung habe und mir nicht durch irgendwelche Verwirbelungen den ganzen Staub in diese Rohre pusten möchte. Jetzt gehe ich mit dem Staubsaugeraufsatz nochmal in die Maschine. Das hier ist ein Trinkhalmaufsatz für Kinder aus dem Drogeriemarkt und der lässt sich hervorragend auf das Ende des Staubsaugerrohres aufstülpen und somit die Overlock reinigen.

Achtung: Dabei unbedingt darauf achten vorher das Ventil zu entfernen, damit auch hier die Luft durchgesaugt werden kann.

Mit diesem Aufsatz komme ich jetzt wirklich sehr tief in die Maschine rein und kann so noch einiges an Staub und Stoffresten wegsaugen und so die Overlock reinigen. Jetzt nehme ich mir meinen kleinen Pinsel und gehe nochmal über alle Stellen drüber, wo noch Staubreste zu sehen sind.

Overlock reinigen | nähen lernen mit einfach nähen
Overlock reinigen | nähen lernen mit einfach nähen
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Na, auch schon mal unter die Stichplatte geschaut? Da graut es nämlich!

Was man ganz gerne mal vergisst, auch mal die Stichplatte abzuschrauben und auch da drunter alles zu reinigen. Wie man hier sehen kann, hängt dort tatsächlich noch einiges an Schmutz dazwischen, was ich hier ebenfalls mit meinem Pinsel entfernen kann. Also auch hier: Ran an die Werkzeuge – Overlock reinigen!

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Alles, was ich mit dem Pinsel entfernt habe, kann ich jetzt nochmal mit dem Staubsaugeraufsatz wegsaugen. Hier kann man auch ruhig mal der Nähfuß entfernen, damit man dort in jeder Ecke die Overlock reinigen kann. 

Das Ganze hat mich jetzt maximal 10 Minuten gekostet und nun ist meine Overlockmaschine von innen wieder blitzeblank und glänzt. Im Vergleich auf dem Vorher-Nacher-Bild sieht man doch deutlich den Unterschied.

Vorher:

Nachher:

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Wellness für die Overlock – das Ölen

Nicht nur das Overlock reinigen, sondern auch das Ölen der Maschine ist für eine lange Benutzung sehr wichtig. Für die Wellnesseinheit der Maschine habe ich spezielles Overlocköl, welches harz- und säurefrei ist, damit das Gestänge nicht verklebt, sondern weiterhin schön geschmeidig bleibt. Wenn man den Deckel abnimmt, hat man hier diese lange Spitze, mit der ich wirklich überall drankomme.

Als erstes öle ich jetzt hier einmal das Teil für den Untergreifer. Dafür gebe ich dort nur ein Tröpfchen Öl drauf und drehe dann am Handrad, damit sich dann das Öl schön verteilt. Danach ist der Obergreifer dran. Auch da gebe ich wirklich nur 1-2 Tröpfchen Öl rundherum um das Gestänge, drehe dann wieder am Handrad, damit sich das Öl richtig schön gut und sauber verteilen kann.

Und wenn ich das Gefühl habe, dass es noch nicht genug war, dann gebe ich nochmal einen Tropfen drauf und drehe wieder am Handrad. So kann sich das Gestänge in der Halterung wieder geschmeidig bewegen.

Overlock reinigen | nähen lernen mit einfach nähen
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Und zum Schluss kommt noch ein Tröpfchen auf die Nadelstange. Das kann ich wieder wunderbar mit dem Ölgeber schön verteilen. Alternativ kann man das auch sehr gut mit einem Q-Tip machen.

Auch hier wieder das gleiche Prinzip: Ein paar Tröpfchen Öl drauf und das Ganze schön mit dem Handrad verteilen.

Und dann hat auch hier das Gestänge wieder ausreichend Öl, um geschmeidig zu laufen. Außerdem solltest du auch regelmäßig den Schmutz zwischen den Spannungsscheiben entfernen, indem du hier mit etwas Zahnseide entlang gehst.

Overlock reinigen | nähen lernen mit einfach nähen
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Dann kannst du die Maschine wieder schließen und den Auffangbehälter wieder davor klappen und schon kannst du das nächste Nähprojekt mit deiner Overlock starten. Viel Spaß beim Nachmachen!

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Nie wieder! 5 Dinge, die ich heute anders mache als noch als Nähanfängerin

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Mit der Zeit lernt man doch einige Dinge dazu. Auch wenn damals die Nähprojekte fertig wurden, heißt das noch lange nicht, dass die Art und Weise die Klügste war. Deshalb stelle ich dir heute 5 Dinge vor, die ich jetzt nicht mehr mache im Vergleich zum Anfang meiner Nähkarriere.

Jeder der näht weiß, dass bevor die Nadel das erste Mal in den Stoff sticht, man sehr viel Zeit in die Vorbereitung investiert. Wenn ich da zurück an meine Anfangstage denke, dann wollte ich gerade diese Phase des Nähens so schnell wie möglich hinter mich bringen, damit der Stoff endlich unter der Nähmaschine liegt. Denn das Zusammennähen macht mir nach wie vor immer noch am meisten Spaß. Jetzt rückblickend mache ich aber viele Dinge nicht mehr wie am Anfang und ich glaube, dass ich trotzdem schneller fertig bin mit dem Nähen als ich es früher gewesen bin. Und welche Sachen ich da jetzt anders mache als vorher verrate ich dir jetzt:

Stoffauswahl

Ich nehme mir deutlich mehr Zeit für die Stoffauswahl. Denn gerade am Anfang habe ich einfach die Stoffe genommen, die mir am allerbesten gefallen haben. Leider habe ich demnach sehr viele Sachen verschnitten und einfach für die Tonne produziert oder es sind später andere Sachen daraus geworden. Einfach auf Grund der Tatsache, dass ich mich nicht an die Stoffempfehlung im Schnittmuster gehalten habe.

Wenn dort steht, dass man einen dehnbaren Stoff verwenden soll, dann sollte man nicht einen Stoff aus Webware nutzen.

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Das funktioniert nämlich nicht. Schlussendlich kann es natürlich funktionieren, man sollte allerdings schon ein wenig Nähkenntnisse haben und gerade am Anfang sollte man mehr auf die Angaben im Schnittmuster vertrauen. Wenn du da gerade einen Stoff hast, der nicht dafür geeignet ist, dann nutze ihn wirklich nicht. Es ist schade um den Stoff und um die Zeit, die du investierst. Du lernst zwar, dass es nicht funktioniert, aber glaub mir, diese Erfahrung habe ich schon für dich gemacht und dann musst du sie nicht auch noch machen. Dann schau dich wirklich um, ob du einen anderen Stoff findest oder wenn du einen Stoff verwenden willst, dann such dir ein Schnittmuster was zu diesem passt.

Fazit:  Es sollte immer der Stoff passend zum Projekt gewählt werden.

Schnittmuster

Schnittmuster gibt es mit oder ohne Nahtzugabe und am Anfang habe ich mich immer geärgert, wenn das Schnittmuster keine Nahtzugabe hatte und habe dann einfach eine Nummer größer ausgeschnitten. Da bin ich aber ganz schnell von weg!

Denn das funktioniert vorne und hinten nicht. Zugeben fällt es bei Kindersachen nicht großartig auf, aber wenn man etwas aus Webware für sich selbst näht, dann wird es schlussendlich nicht passen. Wenn man sich ein Schnittmuster mal genauer anschaut, dann sieht man, dass die Größen nicht rundherum einfach 1 cm größer werden, sondern der Saum wird länger und unter der Achsel wird weniger hinzugegeben etc.

Eine Nummer größer heißt nicht gleich, dass einfach 1 cm hinzugegeben wird.

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Ich habe allerdings jetzt auch keine Angst mehr vor einem Schnittmuster ohne Nahtzugabe. Denn dafür gibt es einen ganz einfachen Trick.

Der ultimative Trick: Klebe zwei Stifte aneinander.

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Und zwar klebe ich einfach zwei Stifte zusammen und gehe dann mit dem einen an meiner Linie entlang und der zweite Stift zeichnet mir meine Nahtzugabe von 1 cm ein. Durch diese Arbeitsweise spare ich mir das Aufzeichnen von Nahtzugaben mit Schneiderkreide und Handmaß auf dem Stoff. Denn je nach Stoff kann das schon ganz schön eine Qual werden.

Stoffzuschnitt

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Ehrlicherweise bereite ich Schnittmuster ohne Nahtzugabe gar nicht immer so vor, wie ich es eben noch erzählt habe. Denn gerade bei dehnbaren Stoffen lege ich das Schnittmuster einfach auf den Stoff und schneide mit dem entsprechenden Abstand und dem Rollmesser einmal drumherum. Da habe ich auch mittlerweile ein gutes Augenmaß und weiß grob was 1 und was 3 cm sind. In den meisten Fällen passt das auch so.

Bei Schnittmustern, die für Webware ausgelegt sind, mache ich das allerdings anders. Denn da kann man durch das Material nicht so einfach schummeln. Sondern da kommt es fast auf jeden einzelnen Millimeter an, um eine gute und entsprechende Passform zu bekommen. Früher habe ich das allerdings bei Schnittmustern so gemacht, dass ich einfach drumherum gegangen bin. Dadurch habe ich mir überall Ecken und Kanten reingeschnitten oder war zu tief etc.

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Schlussendlich hat es nicht ordentlich gepasst und habe viel zusammengenäht und wieder aufgetrennt und demnach viel geflucht. Dadurch habe ich auch extrem viel Zeit verloren. Diese Zeit hätte ich mir gut beim Zuschnitt nehmen können. Denn es ist so, wenn du dir ordentlich Zeit nimmst für den Zuschnitt und alles ordentlich überträgst, dann erkennst du z.B. beim Stecken, ob du möglicherweise Sachen schon falsch zusammensteckst. Du kannst also schnell erkennen, wenn etwas nicht stimmt und dadurch kannst du ganz viel Zeit sparen.

Wie lange ich tatsächlich für ein Shirt brauche, dass kannst du dir hier noch einmal ansehen. Viel Spaß!

Fazit: Nimm dir Zeit für Sorgfalt beim Zuschnitt.

Versäubern

Am Anfang habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Das war auch so nie wirklich ein Thema, was jetzt versäubert werden muss oder nicht. Wohl gemerkt, ich habe anfangen bevor es YouTube oder das Internet gab. Ich habe die Sachen einfach so zusammengenäht. Bei Jersey und anderen dehnbaren Stoffen ist das kein Problem, da passiert nicht viel. Bei Webware habe ich dann aber gemerkt, dass es nach dem Waschen etwas anders aus der Waschmaschine kam als vorher. Das lag auch daran, dass ich nicht wusste, wie man eine Kante mit einem Zickzackstich ordentlich versäubert. Da habe ich mir dann gedacht, dass ich mir die Zeit dann doch sparen kann und schlussendlich war es ja für mich und interessiert ja keinen, wie es innen aussieht. Zugegebener Weise habe ich mich dann etwas geärgert, wenn die Fädchen dann unten etwas heraushingen. Die habe ich dann abgeschnitten und gut war.

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Danach habe ich dann die Overlock Maschine bekommen. Dann habe ich angefangen die Teile direkt mit der Overlock zusammenzunähen. Das funktioniert bei dehnbaren Stoffen auch gut, bei Webware funktioniert das zwar auch ganz gut, aber ich habe angefangen dann mit der Nähmaschine im Nachgang noch eine Sicherheitsnaht zu setzen. Außerdem ist es in dem Fall einfach schöner, wenn man die Nähte auseinanderbügeln kann und das geht nicht, wenn man vorher alles mit der Overlock zusammengenäht hat. Jetzt mache ich es bei Schnitteilen die ausfransen so, dass ich diese vorher mit der Overlock einmal versäubere und dann mit der Nähmaschine zusammennähe.

Im ersten Moment denkt man, dass das viel zu lange dauert. Unter dem Strich ist es aber so, dass das Endergebnis deutlich sauberer ist, insbesondere, wenn man die Nahtzugaben auseinanderfalten kann. Dann hat man nämlich wie bei diesem dicken Strickstoff keine dicke Overlocknaht. Hinzukommt, wenn man alles mit der Overlock zusammennäht, dass es immer wieder passieren kann, dass man eine Wellenbildung hat.

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Fazit: Overlock Maschine gezielt einsetzen.

Probenaht

Man mag es nicht meinen, aber auch ich bin mit der Zeit weiser geworden und mache nun immer eine Probenaht an Stoffresten. Insbesondere dann, wenn es darum geht dehnbare Stoffe mit der Overlock zusammenzunähen z.B. Sweat oder French Terry. Diese entwickeln unter der Maschine nämlich ein Eigenleben und bekommen schnell Wellen.

Hier kann man bei dem Differenzial ein paar Einstellungen vornehmen und dieser Wellenbildung entgegenwirken.

 

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Wenn ich weiß, dass ich ganz schwieriges Material habe, dann bügle ich ein Nahtband auf. Das ist ein normales Nahtband ohne Kettnaht, die dann entsprechend auch auseinanderreißt, wenn dort etwas mehr Zug drauf ist. Dafür nehme ich den Kanten fürs Nähen die Elastizität, beim Tragen reißt es dann aber auseinander, sodass die Stoffe beim Tragen noch dehnbar sind.

Ich finde es immer ganz spannend sich selber zu beobachten und zu sehen welche Arbeitsweisen man mit der Zeit verändert hat. Schreib mir doch gerne was du am Anfang immer gemacht hast, was jetzt aber ein No-Go ist. Ich bin gespannt was da zusammenkommt.

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4 Varianten, wie du Stoffe versäubern kannst

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Beim Versäubern von Stoffen geht es in der Regel darum die Kanten von Webware zu versäubern. Denn bei Webware ist es so, dass, wie der Name schon sagt, dass die Ware gewebt ist. Das heißt man hat einmal die Fäden, die von oben und unten kommen und die, die von rechts und links kommen. Wenn man jetzt an der Seite abschneidet, franst der Stoff an der Seite aus.

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen
Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Das heißt alle Stoffe, die gewirkt oder gestrickt wurden sind (z.B. Strick, Jersey und Sweat), die muss man in der Regel nicht versäubern. Aber manche möchten auch diese Stoffe versäubern, deswegen gibt es hier einen ersten Tipp:

Wenn du einen dehnbaren Stoff hast, dann bügle unbedingt ein Nahtband auf die Kanten auf. So verhinderst du, dass es sich unter der Nähmaschine Wellen bilden.

Jetzt kommen aber die vier verschiedenen Varianten, wie man die Kanten von Webware versäubern kann.

einfaches Versäubern mit dem Zickzackstich

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Am einfachsten kannst du mit einem normalen Zickzackstich versäubern. Wie du siehst, führe ich hier den Stoff nicht komplett unter den Nähfuß sondern so, dass die Nadel rechts von Stoff einsticht. Das heißt ich gehe genau über die Kante drüber.

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Merke: Je grober der Stoff, desto breiter der Stich.

Wenn du ganz genau hinschaust, dann siehst du das diese Kante vorne deutlich breiter ist als das, was nachher hinten rauskommt. Das Ganze ist dann wie so eine Art „kleiner Rollsaum“, da durch die Fadenspannung sich das Ganze etwas zusammenzieht. Das lässt sich auch leider nicht vermeiden und ist wirklich ganz normal.

Versäubern mit dem Blindstichfuß

Der zweite Tipp ist das Ganze mit dem Overlockstich zu versäubern. Dafür brauchst du so einen Spezialnähfuß: (hier: Blindstichfuß Pfaff Select 4.0)

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen
Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Dieser Fuß ist leider nicht bei jeder Maschine mit dabei. Dennoch hilft dieser Fuß, dass sich der Stoff hinter dem Füßchen nicht direkt aufgrund der Fadenspannung zusammenzieht. Für das Versäubern lege ich den Stoff genau an dem roten Rädchen an, sodass die Kante dann schön umsäumt wird.

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Aus der Nähe sieht das Ganze dann so aus. Zugegeben, bei diesem Exemplar sieht es nicht sonderlich schön aus. Das geht bei anderen Stoffen deutlich einfacher.

Versäubern mit dem Overlockstich und Overlockfuß

Bei meiner anderen Nähmaschine war noch dieser Nähfuß mit dabei: (hier: Overlockfuß Janome Memory Craft 6700p)

Dieser hat nämlich nicht nur eine Stange in der Mitte, sondern gleich drei. Da wird der Oberfaden glatt drüber geführt, sodass nämlich hier der Stoff sich auf gar keinen Fall dahinter zusammenziehen kann.

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen
Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Auch bei diesem Fuß wird der Stoff genau an der Kante von dem Füßchen entlanggeführt. Die Nadel geht jetzt jeweils über den linken und den mittleren Steg über die Mitte drüber. Dadurch kann sich der Stoff dahinter nicht zusammenziehen, da die Stege das Garn festhalten. So kann ich jetzt mit dem Overlockstich einmal da drüber gehen und wenn es dann rechts einsticht, geht es dann über die Mitte drüber und somit habe ich am Ende dann eine ganz glatte Kante. Diese sieht dann auch tatsächlich fast so aus, als wäre sie mit der Overlockmaschine genäht worden.

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen
Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Versäubern mit der Overlockmaschine

Und zum Schluss natürlich das Versäubern mit der Overlockmaschine. Wenn du diese Maschine Zuhause hast, dann solltest du diese auch dafür nutzen. Allerdings das Ganze nur mit einer Nadel. Wenn du das nämlich mit zwei Nadeln machst, kann es sein, dass die Kante wulstig und knubbelig wird. Das kann sich insbesondere bei feinen Stoffen sehr schnell durchzeichnen.

Und wie du hier sehen kannst, sieht das Ganze mit der Overlock genäht doch deutlich anders aus als mit der Nähmschine. Deshalb würde ich auch auf jeden Fall hier immer die Overlock nutzen, wenn du eine dahast.

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen
Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Hier noch einmal eine Übersicht der Nähte:

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Ganz konkret im Vergleich kannst du es dir hier noch einmal anschauen. Ganz links die Basic Variante mit dem Zickzackstich, daneben die beiden Overlockstiche und ganz rechts mit der Overlockmaschine genäht.

Du siehst hier gibt es nicht den einen wahren Weg. Probiere einfach aus, was mit deiner Maschine am besten funktioniert. Und wie du im Ergebnis gesehen kannst, die Overlockmaschine ist für mich einfach die beste Variante, da sich hier einfach nichts zusammenkräuselt oder zusammenzieht. Man hat dabei eine schöne flache Naht, mit der man dann im Anschluss auch wunderbar weiterarbeiten kann.

Jetzt wünsche ich dir viel Erfolg beim Ausprobieren!

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schnell eine Overlocknaht auftrennen

Eine Overlocknaht gibt deinem Nähwerk einen professionelleren Look und ist deshalb sehr beliebt. Mit einer echten Overlockmaschine bekommst du so eine Kettelnaht schnell hin – es ist nur ein wenig Einstellungssache, die ganzen Fäden und Nadeln aufeinander abzustimmen.

So eine Overlocknaht besteht letztlich aus 4 Fäden und daher ist es hier immer etwas ärgerlich, wenn sie aufgetrennt werden muss.

Keine Sorge, mit meiner Hilfe, ist das richtig schnell gemacht!

Übrigens: Wenn du noch mehr über Overlocknähte wissen möchtest, dann melde dich an für meinen Overlock-Kurs.

Zum Online-Nähkurs

Schritt 1: Stiche auftrennen und Fäden herausziehen

Suche zunächst die Stoffseite, auf der du 2 senkrechte Nähte erkennst, auf denen die Stiche deutlich zu sehen sind.

Overlocknaht schnell auftrennen | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Nun suchst du dir eine Schlaufe aus und trennst die Stiche dieser beiden senkrechten Nähte auf.

Overlocknaht schnell auftrennen | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Gehe nun zur nächsten Schlaufe daneben und ziehe auf diese Weise die beiden Fäden senkrechten Nacht stichweise nach vorn (ohne sie durchzutrennen). Wiederhole diesen Schritt 5 – 7 Mal.

Overlocknaht schnell auftrennen | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Schritt 2: Naht auflösen

Wenn du genug Faden herausgelöst hast aus den Stichen, kannst du mit dem Auflösen der Overlocknaht beginnen.

Nimm dir hierzu einen der beiden herausgelösten Fadenenden und ziehe vorsichtig daran.

Overlocknaht schnell auftrennen | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Der Stoff wird sich wahrscheinlich kräuseln, ziehe einfach weiter, bis er sich komplett herausziehen lässt. Wiederhole diese Schritte auch beim zweiten Faden.

Overlocknaht schnell auftrennen | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Anschließend kannst du die übrigen Schlaufen einfach mit dem Daumen vom Stoff streichen.

Overlocknaht schnell auftrennen | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Das ist doch wirklich einfach! Du brauchst keine Schweißausbrüche mehr zu bekommen, wenn du eine Overlocknaht auftrennen musst.

Deine Anna

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Schummeltrick | Nähfehler fix ausbessern

Zugegeben: Der Schummeltrick, der jetzt folgt, hat im eigentlichen Sinne nichts mit Nähen zu tun. Dennoch wird er dir bestimmt auch mal aus der Patsche helfen… nämlich dann, wenn dir ein Fehlerchen passiert, bei dem versehentlich die Naht sichtbar bleibt.

Genau das ist mir beim letzten Projekt passiert, als ich einen nachtverdeckten Reißverschluss eingenäht habe. An der Stelle, wo ich den Stoff vorher versäubert habe, ist leider die Kettelnaht rechts sichtbar geblieben:

Schummeltrick | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Da es sich um einen Rock handelt und der Reißverschluss sich hinter am Po befindet, wird die Naht bei Spannung immer sichtbar sein.

Was also tun, wenn nicht komplett wieder auftrennen? Na, du benutzt meinen Schummeltrick. 🙂

Nimm dir einen farblich passenden Permanent-Marker oder Stoffmalstift- in meinem Fall ist er schwarz. Anschließend malst du die Stelle aus, die versteckt bzw. überdeckt werden soll.

Schummeltrick | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Danach ist die weiße Kettelnaht nicht mehr zu sehen, auch nicht dann, wenn der Stoff auf Spannung ist.

Schummeltrick | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Du siehst: Auch erfahrenen NäherInnen passieren Fehler beim Nähen und das ist manchmal ganz einfach zu lösen.

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht dir

deine Anna

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