Warum sind Knöpfe bei Herren rechts, bei Damen links?

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Weißt du, warum bei Kleidung für Damen links geknöpft wird und bei Männdern die Knöpfe auf der rechts Seite sind?

Bei der ersten Staffel „Geschickt eingefädelt“ musste meine liebe Kollegin Meike Rensch-Bergner den Wettbewerb frühzeitig verlassen, weil sie angeblich ein Männerkleid genäht hatte. Was war passiert? Sie hatte ein Wickelkleid so geschlossen, dass die linke über der rechten Seite war und sie das Kleid somit falsch herumgewickelt hatte. Doch gerade im Hobbybereich nähen wir doch, um unsere Freiheiten zu genießen und nicht weil irgendeine Regel sagt, das müsse so genau so sein. Es sollte völlig egal sein, auf welcher Seite geknöpft wird!

Aber woher kommt diese Regel, dass Damenkleidung so geknöpft wird, dass die Knöpfe auf der linken Körperseite sind und bei Herren auf der rechten Seite?

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Warum Männerkleidung rechts geknöpft wird

Die Erklärung bei den Männern ist relativ einfach und da ist man sich historisch auch ziemlich sicher. Die meisten Männer sind Rechtshänder und früher, als sie noch mit Schwert und Degen unterwegs waren, mussten sie schnell die Waffen ziehen können. Da sollten sie sich dann nicht in ihrer Kleidung verheddern um nicht ihr Leben riskieren,  wenn sie zu langsam waren.

Außerdem konnte man die Hand, wenn man sie nicht gerade zum Kampf benötigte,  beim Reiten in den Mantel stecken und dadurch wärmen.

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Warum Frauenkleidung links geknöpft wird

Bei den Damen ist es wie immer etwas komplizierter und so ganz genau weiß man nicht, warum die Damen auf der anderen Seite genknöpft werden. Aber auch hierfür habe ich ein paar schöne Erklärungen gefunden.

Statussymbol

Die gängigste Erklärung ist, dass es aus der Zeit der Ankleidedamen kommt. Das heißt, die Dame von Rang und Name hatte jemanden, der ihr beim Ankleiden geholfen hat. Da auch diese Damen, meisten Zofen, in der Regel auch Rechtshänder waren, ist es für sie einfacher, wenn die Knöpfe auf der linken Seite sind.

Dabei wurde weniger auf die Zofen Rücksicht genommen, sondern es war vielmehr ein Statussymbol, nach dem Motto: Hey, schau mal, ich kann es mir leisten, dass mir jemand beim Ankleiden hilft.

Mangels Zofen oder ähnlichem müssen wir Mädels da jetzt nun mal durch, dass unsere gekauften Blusen meist andersherum geknöpft werden.

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Klaffende Blusen

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Eine weitere Theorie besagt, dass damals die Damen hauptsächlich auf der rechten Seite vom Mann  geführt wurden. Sollte jetzt mal eine Damenbluse ein Stück weit aufgeklafft sein, dann konnte lediglich der Mann dort hineinschauen, aber nicht jemand, der auf der anderen Seite der Dame stand.

Außerdem war es auch so, dass die Damen in der Kirche immer auf der linken Seite  gesessen haben und dadurch konnten die Männer auch nicht mal eben einen Blick unter die Bluse der Damen erhaschen.

Damensattel

Es gibt noch eine weitere sehr nachvollziehbare Erkärung. Und zwar hängt das mit dem Reiten zusammen. So saßen die Damen damals auf dem Pferd im Damensitz, und zwar so, dass die Beine auf der linke Seite waren und dadurch der Oberkörper etwas zur rechten Seite gedreht wurde. Durch den links geknöpften Mantel konnte der Wind nicht hineinwehen, sondern ging dran vorbei und man hat nicht so schnell angefangen zu frieren.
Mit dem BildAttacke wirst du in Zukunft nie wieder verwechseln, ob man jetzt links oder rechts knöpfen muss. Aber ehrlich gesagt ist es auch egal. Hauptsache, du hast dir ein Kleidungsstück genäht, dass dich glücklich macht. Kaum einer wird darauf achten, ob du nun „männlich“ oder „weiblich“ knöpfst. Diese Regel ist wohl nur noch in der Ausbildung zum Schneider relevant…

Alles Infos kannst du dir auch noch einmal in meinem youtube-Video anschauen:

 

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3 verschiedene Wäschegummis und wie man sie annäht

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Hast du dir schonmal Unterwäsche selbst genäht? Das ist ganz einfach und alles, was du dafür brauchst, ist etwas Jersey, Wäschegummi und ein passendes Schnittmuster wie zum Beispiel meine beiden Höschen-Schnitte aus dem Set „Fanéla“.

Neben einem Basicshirt und -top gibt es ein Panty und einmal einen Slip. Die Schnittmuster findest du hier.

 Im Netz findest du die Wäschegummis unter der Bezeichnung  Ziergummi, Kantengummi, Trägergummi, Spitzengummi, Wäschegummi mit Spitze, elastische Spitze oder auch Gummiband mit Spitze.

Das Schöne an selbstgenähter Unterwäsche ist, dass sie zum einen hervorragend sitzt und zum anderen kann man damit super seine Jerseyreste verarbeiten. Heute zeige ich dir drei verschiedene Wäschegummis und wie man sie entsprechend einnäht.

Slip und Panty Fanéla | einfach nähen lernen

Wäschegummi

Um insbesondere die Beinausschnitte einzufassen, nutzt man in der Regel solche Gummis. Die gibt es in den verschiedensten Bezeichnungen. Entweder Ziergummi, Kantengummi, Gummilitze, Wäschegummi mit Spitze, Trägergummi oder auch Spitzengummi.

In der Regel sind solche Gummis etwa 1 ½ bis 2cm breit und sehen aus wie ein ganz normales Gummiband, haben aber an einer Seite oft diese kleinen Schlaufen.

Unter dem Begriff „elastische Spitze“ findet man aber auch solche Bänder, die deutlich dehnbarer sind als andere Wäschegummis. Sie eignen sich aber trotzdem hervorragend zum Aufnähen und geben deinen Slips eine edlere Optik.

Diese Gummis werden gewählt, wenn der komplette Slip aus Spitze genäht wird.

 

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So wird das Wäschgummi angebracht

Als erstes misst du jetzt aus, wieviel du von dem Wäschegummi tatsächlich brauchst. Das ist abhängig davon, wie elastisch das Gummi ist. Eine Faustformel gibt es nicht. Probiere einfach mal selbst aus, wie stark gedehnt du es auffnähen musst, damit es später nicht zu eng oder zu locker wird.

Wenn du jetzt also die richtige Länge gefunden hast, dann bringst du die Gummienden einmal ca. 2 cm übereinander. Dabei unbedingt darauf achten, dass das Gummiband in sich nicht verdreht ist. Die Enden werden dann mit ein paar Zickzackstichen fixiert.

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Bevor du den Ring aus Wäschegummi aufsteckst, schaue dir das Ganze nochmal genauer an. Manche Gummis sehen auf beiden Seiten unterschiedlich aus. Die Seite, die später außen zu sehen sein soll, ist deine rechte Seite.

Damit du das Gummiband gleichmäßig aufnähen kannst, viertelst du zunächst den Bund. Dafür bringst du die Seitennähte übereinander, sodass du die vordere und die hintere Mitte findest, und markierst diese mit einer Klammer oder Stecknadel.

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Wenn du jetzt die beiden Klammern übereinander bringst, dann sind die Seitennähte deine beiden andere Markierungen sind.

Jetzt kannst du anfangen, das Wäschegummi gleichmäßig aufzustecken. Dafür suchst du dir Anfang bzw. Ende deines Ringes und suchst dir die hintere Mitte. Dann legst du das Gummiband mit der rechten Seite auf die rechte Seite des Höschens und steckst es fest.

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Danach suchst du dir die gegenüberliegende Seite und halbierst dir ebenfalls dein Gummi. Diese Markierung kommt dann vorne rechts auf rechts auf das Höschen.

Dann kannst du den Rest des Gummis gleichmäßig auf die Seiten verteilen. Im Anschluss kannst du das Ganze rundherum festnähen.

Da das Gummiband etwas kürzer ist, muss es die ganze Zeit über etwas gedehnt werden, solange bis es sich glatt auf den Stoff auflegt. Zum Zusammennähen empfehle ich dir einen mittelbreiten Zickzackstich mit einer etwas größeren Stichlänge.

Achte beim Nähen darauf, dass der Zickzackstich nicht über die Schlaufen geht, sondern einmal über die breite Stelle.

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Wenn jetzt alles angenäht ist, dann kannst du das Gummi auf die linke Stoffseite schlagen bzw. du klappst es nach innen um, sodass außen nur noch die Schlaufen zu sehen sind.

Im nächsten Schritt nähst du dann das Ganze mit einem Zickzackstich rundherum einmal fest.

Probiere einmal aus, was deine Maschine besser transportiert: auf dem Gummi zu nähen oder auf der Stoffseite.

Jetzt ist das Wäschegummi fertig angenäht und von außen sind nur noch die Spitzen-Schlaufen und der Zickzackstich zu sehen.

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Je nach Geschmack kannst du das Wäschegummi auch zuerst auf die linke Stoffseite nähen und dann nach außen schlagen. Dadurch ist dann später das komplette Gummiband zu sehen.

So kannst du mit dem Gummiband schöne breite Kontraste setzen.

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Faltgummi / Falzgummi

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Etwas eleganter und dafür auch perfekt für Wäsche geeignet sind solche Falt- oder Falzgummis. Das sind Wäschegummis, die doppelt liegen.

Meistens sind diese auf der einen Seite etwas bestickt und auf der anderen Seite ganz glatt, manche haben auch eine feine Bogenkante auf der geschlossenen Seite.

Da das Gummi später doppelt liegt, ist es deutlich fester als das andere Wäschegummi, weswegen ich es etwas anders verarbeite.

So wird das Faltgummi angebracht

Um das Faltgummi einzunähen, legst du es ungedehnt auf sämtliche Kanten auf bevor du die Einzelteile zusammenlegst. Dafür klappst du das Faltgummi auf, legst den Stoff dazwischen und nähst dann mit einem Zickzackstich sämtlichen Lagen zusammen. Im Anschluss kannst du das Höschen wie gewohnt zusammennähen.

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So sieht das von vorne und hinten angenähte Faltgummi dann aus (links).

Wenn dann alles zusammengenäht ist, empfehle ich dir noch einmal über die Kanten zu gehen, um das Gummi flach abzusteppen, damit es nicht immer hochsteht. Hierfür kannst du auch wieder einen normalen Zickzackstich verwenden. Dann brauchst du nur noch die Fädchen abschneiden und das Höschen mit dem Faltgummi ist fertig.

 Bei dieser Variante sieht man den Zickzackstich nicht so deutlich und man hat sowohl innen als auch außen eine schöne glatte Kante.

breites Gummiband

Wer es gerne etwas sportlicher mag, der kann am Bund auch ein breites Gummiband aufnähen. Bei diesem Beispiel rechts ist auf der einen Seite ein Lurexfaden eingearbeitet worden. Auf der Innenseite ist es sehr weich und angenehm zu tragen auf der Haut.

Auch dieses Gummiband ist verhältnismäßig recht steif. Insofern würde ich auch auf die gleiche Länge wie der Bund des Höschen gehen.

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So wird das breite Gummiband angebracht:

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Wie bei der ersten Variante bringst du die Gummienden wieder übereinander und nähst diese mit einem Zickzackststich fest. Jetzt nähst du das Ganze so auf, dass du die Nahtzugabe von dem Höschen auf die linke Seite von dem Gummiband legst.

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Wenn es rundherum gesteckt ist, kannst du es mit der Nähmaschine auch schon festnähen. Auch hier empfehle ich dir einen Zickzackstich mit mittlerer Breite und etwas längerer Stichlänge.

Im Idealfall ist das Garn so gewählt, dass es auf dem Gummi möglichst wenig auffällt. 

Beim Zusammennähen empfehle ich dir, die Nadeln kurz vorher immer rauszunehmen ud nicht darüber zu nähen. Sonst kann es passieren, dass die Nadel abbricht.

Von außen und innen sieht die Naht dann so aus:

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Bei der Innenseite hat man noch die Kante von dem Jersey und alles was da jetzt noch übersteht, kannst du gerne mit der Schere abschneiden.

Alternativ kannst du das Gummiband auch rechts auf rechts aufnähen und dann nach oben wegklappen, sodass du innen eine glatte Kante hast (rechts Bild).

Das funktioniert leider nicht mit jedem Gummiband, insbesondere wenn noch etwas draufgedruckt oder draufgeschrieben ist. Bei dieser Variante würde dann von dem Aufdruck etwas verloren gehen.

Welche Variante du wählst, ist reine Geschmackssache.

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Das komplette Video kannst du dir hier von einmal ansehen:

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Quick-FBA ohne Abnäher | Anpassung in 4 Schritten

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Frauen mit einer großen Oberweite haben häufig das Problem, dass ihre Oberteile entweder von der Achsel zur Brust Falten werfen, weil zu wenig Platz da ist, oder das Schnittmuster zu groß gewählt wird und dann an den Schultern nicht richtig sitzt. Die Lösung des Problems: eine FBA (Full Bust Adjustment).

Bei einer klassischen FBA entsteht dadurch aber immer ein Abnäher, den man gerade bei ganz einfachen Shirts eher nicht haben möchte. Aber auch hierfür gibt es eine Lösung: die Quick-FBA.

Kleiner Disclaimer vorweg, ich weiß nicht wie diese Methode bei wirklich großer Oberweite funktioniert. Bislang habe ich die Methode nur bei mir selbst testen können und auch ein paar Mädels waren sehr begeistert, besonders wenn im Schnittmuster kein Abnäher vorgehsehen z.B. bei einem normalen Shirt.

Grundsätzlich ist es so, dass Schnittmuster generell für ein B, vielleicht noch ein C-Körpchen ausgelegt sind. Alle Mädels, die darüber hinaus sind, sollten also eine FBA machen. Das heißt, nur im Bereich der Brust ein bisschen mehr Platz schaffen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du eine Anpassung benötigst oder nicht, dann miss am besten einmal aus.

Brauchst du eine Full Bust Adjustment?

Um jetzt heraus zu finden, ob du eine FBA brauchst, misst du einmal deinen Umfang oberhalb deiner Brust und dann den ganz normalen Brustumfang. Wenn du nun eine Differenz von mehr als 5cm hast, dann solltest du auf jeden Fall mal darüber nachdenken deine Schnittmuster für den Brustbereich einmal separat anzupassen.
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Die die klassische FBA funktioniert, kannst du hier noch einmal nachlesen oder dir in meinem Video auf youtube anschauen.

Bei der klassischen FBA ist es so, dass das Schnittmuster auseinandergeschnitten und gezogen wird, sodass zunächst ein Brustabnäher entsteht. Den könnte man dann noch woanders hin verlegen, wenn man ihn dort nicht haben möchte. Aber um einen Abnäher an sich kommt man nicht drum herum. Wenn du ein Schnittmuster hast, was ohnehin schon einen Abnäher vorgesehen hat, dann solltest du eher bei der klassischen FBA Methode bleiben.
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Für alle anderen Schnittmuster, wie z.B. ein T-Shirt, kannst du ja mal diese Methode ausprobieren. Diese Methode ist auf jeden Fall ein kleines bisschen schneller.

Los geht’s!

Schritt 1 – Schnittmuster kopieren

Angepasst wird ausschließlich das Vorderteil. Als erstes legst du dein Schnittteil auf z.B. Backpapier oder ähnliches und zeichnest die Schulter, den Armausschnitt, die Seitennaht und auch unten den Saum ab.

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Schritt 2 – Achselpunkt verlängern

Jetzt zeichnest du dir in Höhe der Achsel eine zum Fadenlauf parallellaufende Linie heraus. Die Länge ergibt sich aus der Hälfte deiner vorher gemessenen Differenz. Als Beispiel nehme ich hier 3 cm.

 

Brustumfang – Oberbrustumfang  : 2

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Schritt 3 – Achselnaht neu zeichnen

Jetzt hältst du das Schnittmuster oben am äußeren Punkt der Schulternaht und schiebst es solange bis die Achselnaht auf deine zuvor eingezeichnete Linie trifft. Dann kannst du deinen Armausschnitt komplett neu einzeichnen. Solltest du noch weitere Markierungen haben, dann kannst du die jetzt mit übertragen.

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Schritt 4 – Seitennaht neu einzeichnen

Dann hältst du am Achselpunkt fest und drehst dein Schnittmuster solange bis die Taillenmarkierung wieder auf die ursprüngliche Umrandung trifft. Nun kannst du die Linie von deinem Achselpunkt zur Taille übertragen.

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Jetzt kannst du schon sehen, was du tatsächlich dazugegeben hast. Der Armausschnitt ist exakt der gleiche geblieben. Du hast also nur etwas mehr Stoff unter der Achsel dazugegeben, damit die Brust mehr Platz hat.
Solltest du eine größere Differenz haben, dann kannst du unten am Saum auch noch einmal etwas dazugeben, da häufig bei großer Oberweite die Shirts vorne zu kurz sind. Dafür nimmst du wieder die Hälfte deiner Differenz und lässt die Linie dann entsprechend rund zur Seitennaht auslaufen.
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Dadurch musst du jetzt nichts mehr an der Seite oder Abnäher hinzufügen. Sondern du hast lediglich für deine Brust etwas mehr Platz geschaffen. Wenn du alle Änderungen vorgenommen hast, dann wird das Ganze zusammengeklebt. Danach kannst du dein Schnittmuster ausschneiden. So sieht das angepasste Vorderteil in Miniatur und als Zeichnung aus. Dort kannst du auch nochmal schön sehen, wo mehr Weite hinzugefügt wird.
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Wenn du diese „Quick-FBA“ ausprobiert hast, dann schreib mir doch mal, wie es bei dir funktioniert hat.

Viel Spaß beim Nachmachen!

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Wissenswertes über die Unterfadenspule – meine 5 besten Tipps

Unterfadenspule | einfach nähen lernen

In diesem Blogartikel dreht sich alles rund um die kleine Unterfadenspule. Das Thema scheint zuerst ganz einfach zu sein, es gibt allerdings doch einige kleine Unterschiede und Dinge zu beachten. 

Ausführung der Unterfadenspule

Die Unterfadenspulen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mal sind sie etwas schmaler, mal auch etwas breiter. Außerdem gibt es welche aus Kunststoff und auch aus Metall.
Es gibt sogar Maschinen, die haben sogar spezielle Unterfadenspulen. Dort ist nämlich das Loch auf einer Seite etwas größer als auf der anderen Seite. Dadurch soll verhindert werden, dass man die Spule falsch herum einlegt.

Einlegen der Unterfadenspule

Abhängig von deiner Maschine musst du deine Unterfadenspule so einlegen, dass sich die Spule im oder gegen den Uhrzeigersinn dreht. Wenn du dir unsicher bist, schau einfach mal in der Bedienungsanleitung rein. Denn wenn du die Spule einmal falsch herum eingelegt hast, kann es sein, dass es ein kleines Fadenchaos ergibt und dir der Faden ständig reißt. Wenn das also mal der Fall bei dir war, denk daran die Spule eventuell andersherum einzulegen.

Für jede Farbe eine eigene Spule?

Grundsätzlich musst du das natürlich selbst entscheiden. Damit du aber kleine Restfäden, die man noch verwenden kann, nicht wegschmeißen musst, empfiehlt es sich dann doch für jede Farbe eine eigene Unterfadenspule anzulegen. Das ist aber keine Voraussetzung, wenn du das Nähen gerade angefangen hast. Dann reichen meist auch drei bis fünf Spulen aus.

Denn ehrlicherweise sieht man den Unterfaden eher selten von außen und dafür reicht es meist schon eine ähnliche Farbe für den Unterfaden zu verwenden. Angenommen dein Oberfaden ist Pink, so kannst du prima ein Rosa oder Rot für deinen Unterfaden verwenden. Allerdings würde ich dir nicht empfehlen bei hellem Stoff mit Schwarz und bei dunklem Stoff mit Weiß zu arbeiten. Dafür ist der Kontrast dann doch zu stark.

Aufspulen

Wichtig ist natürlich auch, dass der Unterfaden immer sehr stramm aufgespult ist. Häufig passiert es auch, dass das Garn eher locker und lose um die Spule gespult wurde und eventuell sogar kleine Schlaufen bildet. Das kann wiederrum dazu führen, dass sich in der Maschine dann alles verknotet und der Faden ständig reißt. Deshalb immer darauf achten, dass beim Aufspulen der Faden in der Spannungsvorrichtung eingelegt ist, damit sich der Unterfaden wirklich sehr stramm und gleichmäßig auf die Spule aufspulen lässt.

Aufbewahrung

Für die Aufbewahrung der Unterfadenspulen gibt es Unmengen an Ideen. Ich zeige dir zuerst einmal, wie ich meine Spulen aufbewahre und zum Schluss einige Ideen aus dem Netzt, die definitiv auch sehr praktisch sind.

Das meiste Garn bewahre ich in meinem Regal auf. Dort befinden sich nicht nur meine Spulen sondern auch meine Garnrollen, alle farblich sortiert.
Besonders praktisch finde ich, dass bei den meisten Nähmaschinen immer noch so eine kleine Aufbewahrung direkt in der Nähmaschine vorhanden ist.
Da meine neue Maschine die breiteren Spulen benötigt, habe ich mir dafür eine kleine Dose besorgt. So verhindere ich, dass ich sie mit den anderen Spulen durcheinander bekomme.
Außerdem gibt es seit einiger Zeit die einfach nähen Toolbox mit dem praktischen Garnrollenhalter. Dort habe ich nicht nur meine Garnrollen für unterwegs, sondern auch meine Unterfadenspulen drin. Dort passen ungefähr fünf Rollen auf einen Spieß und so kann man diese ganz praktisch herausholen. Den Link zu deiner Toolbox findest du hier.
Im Netzt habe ich dann noch diese fünf Ideen gesammelt. Zum Beispiel kann man die Spule mit einem großen Gummiband direkt an der Garnrolle befestigen. Viele besorgen sich auch die Zehntrenner, wo die Spulen einfach zwischen gesteckt werden. Alternativ dazu gibt es das noch in etwas professioneller Form in einem Ring oder länglicher Form. Außerdem gibt es noch Klammern, wo man die Spulen ebenso einfach dort reinschieben kann. Und zum Schluss gibt es natürlich noch die Pins, auf denen man zuerst die Spule oben einmal draufklimmt und dann das Ganz in die Garnrolle steckt.

Sichern

Damit sich das Garn nicht automatisch von der Unterfadenspule abwickelt, habe ich noch einen kleinen Tipp für dich. Dafür nehme ich circa 15cm und das wickele ich zwischen Garn und dem Spulenrand wirklich sehr stramm einmal drumherum. Dadurch frisst sich der Faden etwas dort zwischen und ist somit befestigt und kann sich nicht mehr von allein lösen.

Ich hoffe ich konnten dir mit diesen Infos einige Fragen klären und wünsche dir noch ein einwandfreies Nähen ohne Probleme mit dem Unterfaden.

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2 super Tricks gegen automatisches Abwickeln bei Garnrollen

Garnrolle | einfach nähen lernen

Bis vor Kurzem habe ich gedacht, dass nun wirklich jeder das Geheimnis der Garnrolle kennt und es somit eigentlich kein Geheimnis mehr ist. Aber ich habe mich eines Besseren belehren lassen und es kann ja sein, dass du diesen Trick auch noch nicht kennst.

Es geht nämlich um das Problem, dass sich der Faden von der Garnrolle ganz gerne von allein abwickelt, wenn man das Ganze irgendwo lagert, z.B. in der Schublade, in einer Kiste oder wie bei mir in einem Regal. Es ist einfach ärgerlich, wenn man nach einem Garn greift und sofort zwei drei Rollen hinterherkommen und lauter Knoten entstehen.

Es ist aber so, dass an der Garnrolle eine kleine Vorrichtung vorhanden ist, mit dem man dieses Chaos vermeiden kann und ich zeige dir das sowohl an einer Kunststoffrolle als auch an einer Rolle aus Pappe.

Garnrolle aus Kunststoff

An den Kunststoffrollen sind nämlich solche Kerben, entweder unten, oben oder auch unten und oben. Manchmal haben diese Kerben noch Riffel, manchmal aber auch nicht. Und genau in diesen Kerben kann man jetzt das Garnende so ein bisschen drumherum wickeln und das Garn wird an dieser Stelle wirklich richtig gut gehalten und kann sich so nicht mehr lösen.

Garnrolle | einfach nähen lernen
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Garnrolle aus Pappe

Bei den Papprollen gibt es so etwas nicht. Dort schaut oben und unten nämlich Pappe raus. Dafür gibt es aber auch einen super Trick, indem man oben das eine Ende mit einem Messer ein bisschen an beiden Seiten einschneidet. Denn jetzt kann man das Garnende durch die Schlitze führen und drüber spannen. Auf diese Art und Weise kann sich auch von den Papprollen das Garn nicht mehr lösen.

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Jetzt wünsche ich dir nie wieder Fadenchaos und immer ein ordentlichen Garnregal!

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4 Varianten, wie du Stoffe versäubern kannst

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Beim Versäubern von Stoffen geht es in der Regel darum die Kanten von Webware zu versäubern. Denn bei Webware ist es so, dass, wie der Name schon sagt, dass die Ware gewebt ist. Das heißt man hat einmal die Fäden, die von oben und unten kommen und die, die von rechts und links kommen. Wenn man jetzt an der Seite abschneidet, franst der Stoff an der Seite aus.

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen
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Das heißt alle Stoffe, die gewirkt oder gestrickt wurden sind (z.B. Strick, Jersey und Sweat), die muss man in der Regel nicht versäubern. Aber manche möchten auch diese Stoffe versäubern, deswegen gibt es hier einen ersten Tipp:

Wenn du einen dehnbaren Stoff hast, dann bügle unbedingt ein Nahtband auf die Kanten auf. So verhinderst du, dass es sich unter der Nähmaschine Wellen bilden.

Jetzt kommen aber die vier verschiedenen Varianten, wie man die Kanten von Webware versäubern kann.

einfaches Versäubern mit dem Zickzackstich

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen

Am einfachsten kannst du mit einem normalen Zickzackstich versäubern. Wie du siehst, führe ich hier den Stoff nicht komplett unter den Nähfuß sondern so, dass die Nadel rechts von Stoff einsticht. Das heißt ich gehe genau über die Kante drüber.

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Merke: Je grober der Stoff, desto breiter der Stich.

Wenn du ganz genau hinschaust, dann siehst du das diese Kante vorne deutlich breiter ist als das, was nachher hinten rauskommt. Das Ganze ist dann wie so eine Art „kleiner Rollsaum“, da durch die Fadenspannung sich das Ganze etwas zusammenzieht. Das lässt sich auch leider nicht vermeiden und ist wirklich ganz normal.

Versäubern mit dem Blindstichfuß

Der zweite Tipp ist das Ganze mit dem Overlockstich zu versäubern. Dafür brauchst du so einen Spezialnähfuß: (hier: Blindstichfuß Pfaff Select 4.0)

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen
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Dieser Fuß ist leider nicht bei jeder Maschine mit dabei. Dennoch hilft dieser Fuß, dass sich der Stoff hinter dem Füßchen nicht direkt aufgrund der Fadenspannung zusammenzieht. Für das Versäubern lege ich den Stoff genau an dem roten Rädchen an, sodass die Kante dann schön umsäumt wird.

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Aus der Nähe sieht das Ganze dann so aus. Zugegeben, bei diesem Exemplar sieht es nicht sonderlich schön aus. Das geht bei anderen Stoffen deutlich einfacher.

Versäubern mit dem Overlockstich und Overlockfuß

Bei meiner anderen Nähmaschine war noch dieser Nähfuß mit dabei: (hier: Overlockfuß Janome Memory Craft 6700p)

Dieser hat nämlich nicht nur eine Stange in der Mitte, sondern gleich drei. Da wird der Oberfaden glatt drüber geführt, sodass nämlich hier der Stoff sich auf gar keinen Fall dahinter zusammenziehen kann.

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen
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Auch bei diesem Fuß wird der Stoff genau an der Kante von dem Füßchen entlanggeführt. Die Nadel geht jetzt jeweils über den linken und den mittleren Steg über die Mitte drüber. Dadurch kann sich der Stoff dahinter nicht zusammenziehen, da die Stege das Garn festhalten. So kann ich jetzt mit dem Overlockstich einmal da drüber gehen und wenn es dann rechts einsticht, geht es dann über die Mitte drüber und somit habe ich am Ende dann eine ganz glatte Kante. Diese sieht dann auch tatsächlich fast so aus, als wäre sie mit der Overlockmaschine genäht worden.

Kantenversäuberung | einfach nähen lernen
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Versäubern mit der Overlockmaschine

Und zum Schluss natürlich das Versäubern mit der Overlockmaschine. Wenn du diese Maschine Zuhause hast, dann solltest du diese auch dafür nutzen. Allerdings das Ganze nur mit einer Nadel. Wenn du das nämlich mit zwei Nadeln machst, kann es sein, dass die Kante wulstig und knubbelig wird. Das kann sich insbesondere bei feinen Stoffen sehr schnell durchzeichnen.

Und wie du hier sehen kannst, sieht das Ganze mit der Overlock genäht doch deutlich anders aus als mit der Nähmschine. Deshalb würde ich auch auf jeden Fall hier immer die Overlock nutzen, wenn du eine dahast.

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Hier noch einmal eine Übersicht der Nähte:

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Ganz konkret im Vergleich kannst du es dir hier noch einmal anschauen. Ganz links die Basic Variante mit dem Zickzackstich, daneben die beiden Overlockstiche und ganz rechts mit der Overlockmaschine genäht.

Du siehst hier gibt es nicht den einen wahren Weg. Probiere einfach aus, was mit deiner Maschine am besten funktioniert. Und wie du im Ergebnis gesehen kannst, die Overlockmaschine ist für mich einfach die beste Variante, da sich hier einfach nichts zusammenkräuselt oder zusammenzieht. Man hat dabei eine schöne flache Naht, mit der man dann im Anschluss auch wunderbar weiterarbeiten kann.

Jetzt wünsche ich dir viel Erfolg beim Ausprobieren!

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