5 Tipps für die perfekten Knopflöcher

Knopflöcher | einfach nähen lernen
Bestimmt hattest auch du schon einmal Bammel vor den Knopflöchern. Ich bin mir sicher jeder war bereits an diesem Punkt, besonders als Nähanfängern. Knopflöcher sind für viele noch die Königsdisziplin und zugegeben als absolutes Anfängerprojekt würde ich mir auch nicht unbedingt etwas mit Knopflöchern aussuchen. Aber Knöpflöcher sind gar nicht so schwierig wie man vielleicht glaubt. Deswegen kommt jetzt hier mein erster Tipp.

Bedienungsanleitung lesen

Man kann es nicht oft genug sagen, aber es ist so wichtig auch mal die Bedienungsanleitung zu lesen. Es ist schön, wenn man seine Maschine intuitiv bedienen kann, aber ganz ehrlich auch ich schau hin und wieder in die Bedienungsanleitung und finde dort auch immer wieder Sachen, die ich vorher von meiner Maschine noch gar nicht wusste. Insbesondere bei computergesteuerten Nähmaschinen, da kann man tatsächlich bei der Programmeinstellung und bei der Füßchenwahl noch ganz viel herausholen, um ein deutlich besseres Ergebnis zu erzielen.

Wenn ich mir mal die beiden Nähfüße für Knopflöcher von meinen beiden Maschinen anschaue, dann sieht man schon, wie groß der links ist und ganz ehrlich ohne Anleitung hätte ich nicht ganz gewusst wie genau ich das nun anwenden muss.

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Bei meiner neueren computergesteuerten Nähmaschine habe ich zu dem Nähfuß auch noch eine Unterlegplatte dabei, das ist sehr hilfreich, damit der Stoff auch wirklich sehr gleichmäßig transportiert wird, insbesondere wenn man unterschiedliche Höhen hat. Dann wird noch ein Teil heruntergefahren, damit das Knopfloch automatisch läuft. Hier kann ich nämlich hinten das Knopfloch an die Größe des Knopfes anpassen.
Knopflöcher | einfach nähen lernen
Knopflöcher | einfach nähen lernen
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Dann muss ich noch das richtige Programm auswählen, auch hier habe ich in meiner Bedienungsanleitung geschaut, um die richtige Nummer auszuwählen.

Denn Stoff lege ich jetzt zwischen die Extraplatte und den eigentlichen Nähfuß, dadurch habe ich unten eine glatte Auflagefläche, womit das Ganze deutlich besser transportiert werden kann. Dann muss ich den Stoff nur noch danach ausrichten, wo das Knopfloch beginnen soll. Dafür habe ich die Pfeile auf meinem Nähfuß. Dann lass ich den Fuß runter und brauche unten nur auf das Pedal zu treten. Wie du siehst sind beide Hände frei und das Knopfloch wird von ganz allein genäht. Dadurch, dass ich hinten den Knopf eingelegt habe, weiß die Maschine jetzt ganz genau wie groß das Knopfloch werden muss. Dann brauche ich nur noch abzuwarten, bis der Nähvorgang abgeschlossen ist und habe dann mein perfektes Knopfloch.

Knopflöcher | einfach nähen lernen
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So sieht das Ganze dann an dem fertigen Kleidungsstück aus. So habe ich dann bei diesem wunderschönen Kleid viele kleine Knopflöcher gemacht, womit ich sehr zufrieden bin.
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An meiner älteren Nähmaschine ist das Ganze nicht so komfortabel. Da muss ich das tatsächlich alles selbst einstellen. Hier habe ich dann die drei Tasten A, B und C, womit ich die unterschiedlichen Einstellungen mache. Also ich beginne mit C und nähe als erstes die rechte Seite des Knopflochs, und zwar in der Länge, in der ich es später tatsächlich brauche. Das macht die Maschine leider nicht automatisch. Wenn ich die Länge gefunden habe, setze ich unten mit ein paar Stichen einen Riegel und dann geht es mit A wieder rückwärts zurück. Manchmal muss man hier ein bisschen helfen, weil keine glatte Platte darunterliegt. Wenn ich dann die Länge wiederhabe, kann ich wieder meine Riegel setzen und habe mit der mechanischen Maschine mein Knopfloch genäht.

So sieht das fertige Knopfloch dann aus. Hier hätte ich die Fadenspannung noch mehr einstellen können, aber auch hier bin ich sehr zufrieden.

Knopflöcher | einfach nähen lernen
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Probeknopfloch nähen

Tipp Nr. 2, immer eine Probekopfloch nähen, und zwar mit den gleichen Bedingungen wie bei deinem fertigen Teil. Das heißt, gleiches Material, gleiche Stofflagen und wenn du auch noch hast, dann das entsprechende Vlies mit einbügeln. Denn nur, wenn du die gleichen Bedingungen hast wie bei deinem fertigen Teil, hast du auch tatsächlich ein repräsentatives Knopfloch. Wie du hier sehen kannst, habe ich hier nicht nur das eine Knopfloch gemacht, sondern eine ganze Reihe, weil ich mit den einzelnen Knopflöchern an den verschiedenen Stellen noch nicht zufrieden war und so noch ein wenig getestet habe.
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richtiges Knopfloch wählen

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Tipp Nr. 3 ist das richtige Knopfloch auswählen. An vielen Maschinen gibt es mittlerweile unterschiedliche Knopflöcher. Insbesondere bei den computergesteuerten Maschinen hat man hier die Auswahl zwischen z.B. geraden, aber auch tropfenförmigen Knopflöchern. Da empfehle ich dir auch erst einmal ein paar Probeknopflöcher zu nähen und dort auch den Knopf, den du später verwenden möchtest, auch einmal durchzuschieben. Dann kannst du sehr gut sehen, welches Knopfloch dir zu deinem Knopf am besten gefällt.

auswaschbares Vlies unterlegen

Tipp Nr. 4 ist es ein Vlies darunterzulegen. Auch wenn du bei deiner Knopfleiste schon ein Vlies eingebügelt hast, solltest du immer noch einmal ein Vlies darunterlegen, und zwar am besten eines, was sich wieder auswaschen lässt. Das Ganze sieht dann so wie unten auf dem Bild aus. Das ist das Vlies, was ich gerne verwende und findest du hier. Das wird dann etwas gröber ausgerissen und kannst es dir dann unter dein Knopfloch legen.
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Bei dickeren Stoffen lege ich zusätzlich oben noch eine Stickfolie drauf, die lässt sich im Anschluss dann abreißen und die Reste lassen sich unter fließendem Wasser auswaschen. Welches ich gerne verwende, findest du hier.
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Hier habe ich jetzt mal ein Probeknopfloch mit auswaschbarem Stickvlies und halte es einfach unter das Wasser, welches nicht sonderlich warm oder kalt ist. Und mit der Zeit löst sich das dann auf und wird etwas schleimig. Die Konsistenz ist allerdings etwas schwierig zu erklären. Es löst sich also gut ab und man sieht, selbst im nassen Zustand, dass von dem Stickvlies nichts mehr übrig ist. So ein waschbares Vlies ist Gold wert, denn es verhindert, dass beim Transportieren des Stoffes sich irgendetwas verzieht und der Stoff wirklich schön glatt bleibt.
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Ende des Knopflochs mit Stecknadeln sichern

Als letztes möchte ich dir noch den Tipp geben dein Knopfloch beim Auftrennen mit einer Stecknadel zu sichern. Denn nichts ist ärgerlicher als ein perfektes Knopfloch und es dann im letzten Moment zu versemmeln und es dann zu tief aufzutrennen. Hier empfehle ich dir auch auf jeden Fall immer eine scharfe Schere oder direkt einen Nahtauftrenner und mit dem Sichern der Stecknadel passiert es dir auch nicht, dass du zu weit schneidest.
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Jetzt solltest du für die nächsten Knopflöcher gut gewappnet sein und kannst voller Tatendrang und ohne Angst dich an deine Knopflöcher setzen. Dabei wünsche ich dir viel Spaß!
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Rollkragenpulli ohne Rollkragen nähen – der Test

Rollkragenpulli ohne Rollkragen | einfach nähen lernen
Hast du dich schon mal gefragt, was eigentlich passiert, wenn du bei einem Rollkragenpulli den Rollkragen weglässt? Ich liebe Rollkragenpullis im Herbst und Winter, aber Rollkragen ist ja nicht jedermanns Sache und so kam die Frage auf, ob man die „Lotta“ von Schnittmuster Berlin auch ohne Rollkragen nähen kann. Das Schnittmuster „Lotta“ können sich Premium-Mitglieder diesen Monat kostenlos herunterladen.
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Man kann den Pulli bestimmt auch ohne Rollkragen nähen, aber ob das Ganze auch aussieht ist die Frage. Deshalb kannst du mich jetzt gerne begleiten auf dem Weg. Ob das Ganze dann auch noch schön aussieht, das werden wir am Ende gemeinsam sehen. Im ersten Moment mag man vielleicht denken, dass sich da nicht viel tut. Es gibt aber dennoch einen Schritt zu beachten. Deshalb zeige ich dir in diesem Blogartikel wie du einen Rollkragenpulli ohne Rollkragen nähst.

Zuschneiden und stecken

Als erstes schneide ich wie gewohnt alle Teile bis auf den Rollkragen aus.
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Dann wird alles entsprechend zusammengesteckt und genäht.
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Pulli anziehen und Ausschnitt anpassen

Soweit ist der Pulli jetzt zusammengenäht. Schauen wir uns das Ergebnis also einmal an. Angezogen sieht man deutlich, dass der runde Halsausschnitt doch sehr nah und eng am Hals liegt. Für mehr Bequemlichkeit und ein ausgewogenes Verhältnis setze ich den Ausschnitt also noch um wenige Zentimeter weiter nach unten.
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Um den Ausschnitt anzupassen nehme ich mir beide Schulternähte und lege sie übereinander. Nun schnappe ich mir die Schere und schneide von der vorderen Mitte bis zur Schulternaht den neuen Halsausschnitt aus. Daher, dass das Teil im Bruch liegt, wird der Ausschnitt auf beiden Seiten gleich. Außerdem achte ich darauf, dass ich die Schulternaht nicht aufschneide oder beschädige, sondern kurz vorher abschneide.
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Passendes Halsbündchen zuschneiden und annähen

Dadurch, dass ich den Ausschnitt verändert habe, muss ich natürlich auch ein dazu passendes Halsbündchen zuschneiden. Dafür schneide ich zunächst einen ca. 5 cm breiten Streifen aus (der Fadenlauf geht über die kurze Seite). Diesen Streifen kürze ich dann auf die Ausschnittlänge x 0,8, so dass ich die passende Länge habe.

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Dann nehme ich mir beide Streifenenden, lege diese übereinander und nähe sie mit der Nähmaschine zusammen. Die Nahtzugabe wird im nächsten Schritt auseinandergelegt, um dann das Bündchen in der Hälfte zu falten. Das Ganze fixiere ich mir rundherum mit Nadeln und wird im Anschluss zusammengenäht.

Nun nehme ich mir mein Shirt dazu und stecke mit Nadeln oder Klammern das Handbündchen an den Halsausschnitt und nähe es mit der Overlock zusammen.

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Fertig ist der Rollkragenpulli OHNE Rollkragen! Ich finde das ging doch erstaunlich einfach und schnell und sieht zudem auch noch richtig gut aus. Was meinst du? Sag mir gerne deine Meinung.  Bis dahin, alles Gute! 😊
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Kräuseln an der Nähmaschine mit nur 2 Fäden – so geht’s!

Kräuselung | einfach nähen lernen

Kräuselungen können wunderschöne Effekte erzeugen und deinem Teil das Gewisse Etwas geben. Jedoch kann das Kräuseln mit Hand ziemlich viel Zeit und Nerven in Anspruch nehmen. Deshalb verrate ich dir hier die Methode mit der Nähmaschine, die um einiges schneller geht.

Das Ganze werde ich dir am Beispiel eines Baby Bäuchleins zeigen. Passend dazu hat meine Freundin Nastja von dem YouTube Kanal DIY-Eule auch ein Buch herausgebracht, aus dem ich mir das Schnittmuster vom #BettyBäuchlein geholt habe. Das ist eine Bauchbinde für Schwangere, für den Moment, wenn die T-Shirts vorne immer kürzer werden. Das Bäuchlein kann man dann wunderbar über Shirt und Hose ziehen und man ist so, besonders für die kälteren Tage, warm angezogen. Allerdings habe ich das Ganze etwas anders genäht, als Nastja es in ihrem Buch beschreibt, denn ich hatte kein Gummiband oder ähnliches mehr da. Deshalb zeige ich dir, wie die Kräuselung auch ohne Gummiband, nämlich mit der Maschine funktioniert.

#bettybäuchlein besteht aus zwei Teilen. Einmal aus dem Rückenteil, welches unten etwas breiter ist als oben und das Vorderteil, was deutlich länger ist und es deshalb auf die Länge des Rückenteils zusammengekräuselt wird. So kann der Bauch immer mitwachsen und der Bauch hat immer genügend Platz.

Kräuselung  | einfach nähen lernen
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Da die beiden Teile im Bruch vor mir gelangen haben, klappe ich das Ganze auf. Nun werden die beiden langen Seiten mit der Nähmaschine zusammengekräuselt. Für das Kräuseln stelle ich jetzt die Stichlänge auf das Maximum und stelle die Nadel ganz nach rechts.

Kräuseln mit 2 Fäden an der Nähmaschine

Nun nähe ich nähfüßchenbreit an den Kanten entlang. Daher, dass die Nadel weiter rechts steht, sticht sie nur in der Nahtzugabe ein. Wie man hier schon sehr gut sehen kann, kräuselt sich der Stoff hinter der Nähmaschine bereits. Am Ende der Naht das Ganze nicht verriegeln und die Fäden großzügig abschneiden.

Kräuselung  | einfach nähen lernen
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Direkt im Anschluss wird die zweite Naht gesetzt, indem ich den Nähfuß an der vorherigen Naht entlanglaufen lasse. Die Einstellungen bleiben wie vorher. Durch die zweite Naht hat sich das Ganze noch mehr zusammengekräuselt, sodass ich hier gar nicht mehr viel selbst tun muss.

Kräuselung  | einfach nähen lernen
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Länge der Kräuselung 

Damit ich mir beim Kräuseln jetzt nicht die Fäden aus der Naht herausziehe, verknote ich die beiden Oberfäden mit den beiden Unterfäden.  

Jetzt suche ich mir das Rückenteil und schau, wie weit ich mein Vorderteil noch zusammenkräuseln muss, damit es die gleiche Breite ergibt. Auf dem Bild sieht man, dass ich sogar schon zu viel eingekräuselt habe. Deshalb kann ich den Stoff jetzt hier etwas auseinanderziehen, also das Ganze etwas wieder „entkräuseln“, in dem ich die Falten in Richtung offenes Ende schiebe.

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Wenn du das Ganze noch mehr kräuseln möchtest, hältst du zwei Fäden einer Seite fest und schiebst den Stoff in Richtung geschlossenes Ende. Dadurch entstehen noch mehr Falten und die verteilst du dann möglichst gleichmäßig mit den Fingern, bist du die passende Breite gefunden hast. Zum Schluss verknotest du noch alles miteinander, damit nichts mehr aufgehen kann.

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Gekräuselte Stoffteile zusammennähen

Jetzt stecke ich Vorderteil auf Rückenteil des Bäuchleins und nähe das dann im Anschluss mit der Nähmaschine fest. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Stichlänge wieder auf Normalmaß zurückgestellt wird. Das Ganze nähe ich mit einem Geradstich fest. Die Nadel stelle ich ganz nach links und kann so wieder an der Stoffkante entlang nähen. Wichtig ist nämlich jetzt, dass die beiden rosanen Kräuselungsfäden nicht mit festgenäht werden.

Den Stoff habe ich so unter die Maschine gelegt, dass ich auf den Falten nähe und so habe ich sie immer im Blick und kann sie zur Not auch noch in die richtige Richtung schieben. In dem Bild unten siehst du wunderbar die beiden Kräuselungsfäden, sowie den gerade genähten Geradstich, um alles zusammenzunähen.

Kräuselung  | einfach nähen lernen
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Kräuselfäden entfernen

Nun müssen nur noch die Kräuselungsfäden entfernt werden. Dafür habe ich auf der einen Seite den Knoten abgeschnitten und kann jetzt auf der gegenüberliegenden Seite an den beiden Fäden ziehen und sie so aus dem Stoff entfernen. Wenn die Fäden auf der einen Seite herausgezogen sind, dann lösen sich die beiden Fäden auf der anderen Seite automatisch. Im Anschluss bin ich mit der Overlock noch einmal über die Naht drüber gegangen und habe oben und unten den Saum eingeschlagen und mit der Coverlock gesäumt.

Kräuselung  | einfach nähen lernen
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Wie du siehst, kannst du mit der Nähmaschine ziemlich einfach so eine Kräuselung hervorrufen.

Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Nachmachen!

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In nur 2 Schritten einen Strickstoff mit Blindstich säumen

Blindstich | einfach nähen lernen

Der Blindstich und ich sind lange keine Freunde gewesen, bis ich ihn für das Säumen eines dicken Strickstoffes noch einmal ausprobiert habe.

Vor etwas längerer Zeit habe ich auch schon mal ein Video zum Thema „Blindstich nähen“ gemacht, mit dem Ergebnis, dass das Nähen mit der Maschine bei mir nicht so gut funktioniert hat. Das Ganze kannst du die hier noch einmal ansehen.

Ich finde es einfach nicht schön, wenn sich regelmäßig ein Stich nach außen durchdrückt und man dann sieht, dass dort etwas geheftet wurden ist. Deswegen habe ich in der Vergangenheit, wenn überhaupt, das Ganze mit der Hand genäht und dann ganz vorsichtig versucht durch die Faser durchzustechen, damit man auch ja nichts von außen sieht. Manchmal habe ich es auch einfach festgeklebt.

Nie wieder | einfach nähen lernen
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Ich klebe sehr gerne mal, allerdings ist das bei dem aktuellen Projekt, dem Cardigan „Shelly“, etwas schwieriger, da ich mir hierfür einen sehr dicken Seemannstrick ausgesucht habe.

Das Schnittmuster gibt es diesen Monat kostenlos für alle Premium-Mitglieder zum Download auf meiner Website. Wenn du noch kein Premium-Mitglied bist, dann melde dich hier einfach schnell an.

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Mit der Hand den Saum zu nähen war für mich auch keine Option und deshalb dachte ich, hole ich den Blindstichfuß nochmal hervor und gebe ihm eine zweite Chance. Bei dem Weg des zweiten Versuches kannst du mich jetzt begleiten. Das Ergebnis nehme ich schon einmal vorweg, es gefällt mir sehr gut! Vielleicht werden der Blindstich und ich dann doch Freunde.

Los geht’s!

Für den Blindstich muss der Saum jetzt ganz speziell gefaltet werden. Ich schaue nun zuerst auf die linke Stoffseite und klappe den Saum 3cm links auf links nach innen um und klappe das Ganze dann zurück auf die Außenseite, soweit, dass die Nahtzugabe ein kleines bisschen herausschaut.

Blindstich | einfach nähen lernen
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So sieht der Blindstichfuß für meine Maschine aus. Von Modell zu Modell kann das ein wenig abweichen. Wichtig ist, dass man in der Mitte so eine Lasche hat bzw. unten diesen Steg, der dann entsprechend direkt an der Saumkante entlanggeführt werden kann.

Wie man sieht habe ich vorher alles mit der Overlock versäubert und das Geklappte fixiere ich nun mit einer Klammer. Das Ganze mache ich den kompletten Saum entlang.

Blindstich | einfach nähen lernen
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Je nach Maschine, besonders bei den neueren, lässt sich der Fuß ganz schnell wechseln. Bei älteren Maschinen kann es sein, dass man hier für noch ein separates Werkzeug braucht. Der Stoff wird jetzt so unter die Maschine geführt, dass die rechte Seite des Cardigans unten liegt und ich jetzt mit diesem Steg an der Kante, wo die drei Schichten aufeinandertreffen, den Stoff entlangführe.

Wichtig ist jetzt, dass wenn die Nadel nach links einsticht, sie ein kleines Stück des Dreifachstrickes mit fasst. Tut sie das nämlich nicht, dann hängt der Saum im schlimmsten Falle komplett runter, weil eben an der Stelle nichts gefasst wurde.

Blindstich | einfach nähen lernen
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Das ist etwas leichter gesagt, als getan, deshalb versuche ich hier mit der linken Hand den Stoff immer wieder etwas mehr unter dem Nähfuß zu schieben, damit die Nadel die Lagen auch tatsächlich mit fasst.

Wenn der Saum jetzt rundherum festgenäht ist, kann man ihn nach unten wegklappen und dann sieht man von der Innenseite, dass die Stoffkante hier wirklich ganz knapp gefasst ist und von außen sieht man dieser Naht rein gar nichts.

Blindstich | einfach nähen lernen
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Mein Fazit: Strickstoff und Blindstich sind eine wirklich großartige Kombination, womit sich unsichtbar der Saum fixieren lässt, sodass man nicht gerade bei so dicken Strickstoffen von außen eine dicke Naht sieht und man sich das Säumen per Hand spart. Ich wünsche dir jetzt ganz viel Spaß beim Nachmachen!

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Nie wieder! 5 Dinge, die ich heute anders mache als noch als Nähanfängerin

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Mit der Zeit lernt man doch einige Dinge dazu. Auch wenn damals die Nähprojekte fertig wurden, heißt das noch lange nicht, dass die Art und Weise die Klügste war. Deshalb stelle ich dir heute 5 Dinge vor, die ich jetzt nicht mehr mache im Vergleich zum Anfang meiner Nähkarriere.

Jeder der näht weiß, dass bevor die Nadel das erste Mal in den Stoff sticht, man sehr viel Zeit in die Vorbereitung investiert. Wenn ich da zurück an meine Anfangstage denke, dann wollte ich gerade diese Phase des Nähens so schnell wie möglich hinter mich bringen, damit der Stoff endlich unter der Nähmaschine liegt. Denn das Zusammennähen macht mir nach wie vor immer noch am meisten Spaß. Jetzt rückblickend mache ich aber viele Dinge nicht mehr wie am Anfang und ich glaube, dass ich trotzdem schneller fertig bin mit dem Nähen als ich es früher gewesen bin. Und welche Sachen ich da jetzt anders mache als vorher verrate ich dir jetzt:

Stoffauswahl

Ich nehme mir deutlich mehr Zeit für die Stoffauswahl. Denn gerade am Anfang habe ich einfach die Stoffe genommen, die mir am allerbesten gefallen haben. Leider habe ich demnach sehr viele Sachen verschnitten und einfach für die Tonne produziert oder es sind später andere Sachen daraus geworden. Einfach auf Grund der Tatsache, dass ich mich nicht an die Stoffempfehlung im Schnittmuster gehalten habe.

Wenn dort steht, dass man einen dehnbaren Stoff verwenden soll, dann sollte man nicht einen Stoff aus Webware nutzen.

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Das funktioniert nämlich nicht. Schlussendlich kann es natürlich funktionieren, man sollte allerdings schon ein wenig Nähkenntnisse haben und gerade am Anfang sollte man mehr auf die Angaben im Schnittmuster vertrauen. Wenn du da gerade einen Stoff hast, der nicht dafür geeignet ist, dann nutze ihn wirklich nicht. Es ist schade um den Stoff und um die Zeit, die du investierst. Du lernst zwar, dass es nicht funktioniert, aber glaub mir, diese Erfahrung habe ich schon für dich gemacht und dann musst du sie nicht auch noch machen. Dann schau dich wirklich um, ob du einen anderen Stoff findest oder wenn du einen Stoff verwenden willst, dann such dir ein Schnittmuster was zu diesem passt.

Fazit:  Es sollte immer der Stoff passend zum Projekt gewählt werden.

Schnittmuster

Schnittmuster gibt es mit oder ohne Nahtzugabe und am Anfang habe ich mich immer geärgert, wenn das Schnittmuster keine Nahtzugabe hatte und habe dann einfach eine Nummer größer ausgeschnitten. Da bin ich aber ganz schnell von weg!

Denn das funktioniert vorne und hinten nicht. Zugeben fällt es bei Kindersachen nicht großartig auf, aber wenn man etwas aus Webware für sich selbst näht, dann wird es schlussendlich nicht passen. Wenn man sich ein Schnittmuster mal genauer anschaut, dann sieht man, dass die Größen nicht rundherum einfach 1 cm größer werden, sondern der Saum wird länger und unter der Achsel wird weniger hinzugegeben etc.

Eine Nummer größer heißt nicht gleich, dass einfach 1 cm hinzugegeben wird.

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Ich habe allerdings jetzt auch keine Angst mehr vor einem Schnittmuster ohne Nahtzugabe. Denn dafür gibt es einen ganz einfachen Trick.

Der ultimative Trick: Klebe zwei Stifte aneinander.

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Und zwar klebe ich einfach zwei Stifte zusammen und gehe dann mit dem einen an meiner Linie entlang und der zweite Stift zeichnet mir meine Nahtzugabe von 1 cm ein. Durch diese Arbeitsweise spare ich mir das Aufzeichnen von Nahtzugaben mit Schneiderkreide und Handmaß auf dem Stoff. Denn je nach Stoff kann das schon ganz schön eine Qual werden.

Stoffzuschnitt

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Ehrlicherweise bereite ich Schnittmuster ohne Nahtzugabe gar nicht immer so vor, wie ich es eben noch erzählt habe. Denn gerade bei dehnbaren Stoffen lege ich das Schnittmuster einfach auf den Stoff und schneide mit dem entsprechenden Abstand und dem Rollmesser einmal drumherum. Da habe ich auch mittlerweile ein gutes Augenmaß und weiß grob was 1 und was 3 cm sind. In den meisten Fällen passt das auch so.

Bei Schnittmustern, die für Webware ausgelegt sind, mache ich das allerdings anders. Denn da kann man durch das Material nicht so einfach schummeln. Sondern da kommt es fast auf jeden einzelnen Millimeter an, um eine gute und entsprechende Passform zu bekommen. Früher habe ich das allerdings bei Schnittmustern so gemacht, dass ich einfach drumherum gegangen bin. Dadurch habe ich mir überall Ecken und Kanten reingeschnitten oder war zu tief etc.

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Schlussendlich hat es nicht ordentlich gepasst und habe viel zusammengenäht und wieder aufgetrennt und demnach viel geflucht. Dadurch habe ich auch extrem viel Zeit verloren. Diese Zeit hätte ich mir gut beim Zuschnitt nehmen können. Denn es ist so, wenn du dir ordentlich Zeit nimmst für den Zuschnitt und alles ordentlich überträgst, dann erkennst du z.B. beim Stecken, ob du möglicherweise Sachen schon falsch zusammensteckst. Du kannst also schnell erkennen, wenn etwas nicht stimmt und dadurch kannst du ganz viel Zeit sparen.

Wie lange ich tatsächlich für ein Shirt brauche, dass kannst du dir hier noch einmal ansehen. Viel Spaß!

Fazit: Nimm dir Zeit für Sorgfalt beim Zuschnitt.

Versäubern

Am Anfang habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Das war auch so nie wirklich ein Thema, was jetzt versäubert werden muss oder nicht. Wohl gemerkt, ich habe anfangen bevor es YouTube oder das Internet gab. Ich habe die Sachen einfach so zusammengenäht. Bei Jersey und anderen dehnbaren Stoffen ist das kein Problem, da passiert nicht viel. Bei Webware habe ich dann aber gemerkt, dass es nach dem Waschen etwas anders aus der Waschmaschine kam als vorher. Das lag auch daran, dass ich nicht wusste, wie man eine Kante mit einem Zickzackstich ordentlich versäubert. Da habe ich mir dann gedacht, dass ich mir die Zeit dann doch sparen kann und schlussendlich war es ja für mich und interessiert ja keinen, wie es innen aussieht. Zugegebener Weise habe ich mich dann etwas geärgert, wenn die Fädchen dann unten etwas heraushingen. Die habe ich dann abgeschnitten und gut war.

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Danach habe ich dann die Overlock Maschine bekommen. Dann habe ich angefangen die Teile direkt mit der Overlock zusammenzunähen. Das funktioniert bei dehnbaren Stoffen auch gut, bei Webware funktioniert das zwar auch ganz gut, aber ich habe angefangen dann mit der Nähmaschine im Nachgang noch eine Sicherheitsnaht zu setzen. Außerdem ist es in dem Fall einfach schöner, wenn man die Nähte auseinanderbügeln kann und das geht nicht, wenn man vorher alles mit der Overlock zusammengenäht hat. Jetzt mache ich es bei Schnitteilen die ausfransen so, dass ich diese vorher mit der Overlock einmal versäubere und dann mit der Nähmaschine zusammennähe.

Im ersten Moment denkt man, dass das viel zu lange dauert. Unter dem Strich ist es aber so, dass das Endergebnis deutlich sauberer ist, insbesondere, wenn man die Nahtzugaben auseinanderfalten kann. Dann hat man nämlich wie bei diesem dicken Strickstoff keine dicke Overlocknaht. Hinzukommt, wenn man alles mit der Overlock zusammennäht, dass es immer wieder passieren kann, dass man eine Wellenbildung hat.

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Fazit: Overlock Maschine gezielt einsetzen.

Probenaht

Man mag es nicht meinen, aber auch ich bin mit der Zeit weiser geworden und mache nun immer eine Probenaht an Stoffresten. Insbesondere dann, wenn es darum geht dehnbare Stoffe mit der Overlock zusammenzunähen z.B. Sweat oder French Terry. Diese entwickeln unter der Maschine nämlich ein Eigenleben und bekommen schnell Wellen.

Hier kann man bei dem Differenzial ein paar Einstellungen vornehmen und dieser Wellenbildung entgegenwirken.

 

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Wenn ich weiß, dass ich ganz schwieriges Material habe, dann bügle ich ein Nahtband auf. Das ist ein normales Nahtband ohne Kettnaht, die dann entsprechend auch auseinanderreißt, wenn dort etwas mehr Zug drauf ist. Dafür nehme ich den Kanten fürs Nähen die Elastizität, beim Tragen reißt es dann aber auseinander, sodass die Stoffe beim Tragen noch dehnbar sind.

Ich finde es immer ganz spannend sich selber zu beobachten und zu sehen welche Arbeitsweisen man mit der Zeit verändert hat. Schreib mir doch gerne was du am Anfang immer gemacht hast, was jetzt aber ein No-Go ist. Ich bin gespannt was da zusammenkommt.

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Pulli aus Seemanns Strick mit breitem V-Ausschnitt nähen

Strickpulli | einfach nähen lernen

Die Tage werden wieder kürzer und die Temperaturen sinken. Genau die richtige Zeit, um sich einen schönen, kuscheligen Pulli aus Strick zu nähen. Mein Lieblingsmaterial derzeit: Seemanns Strick*.

Alles entstand mit einer Idee und einem Stoff aus meinem Fundus. Und zwar wollte ich gerne ein Strickoberteil mit einem relativ tiefen V-Ausschnitt haben. Diese graue Variante ist mein Prototyp geworden.

Strickpulli | einfach nähen lernen
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Wie das Schicksal so will, hatte ich zufälliger Weise noch diesen weißen Seemanns Strick da. Der war eigentlich für einen Cardigan gedacht, den es den ganzen Sepember für alle Premium Mitglieder kostenlos auf meiner Seite zum Downloaden gibt.

Du bist noch kein Premium Mitglied? Dann melde dich hier an!

Aber wie das mit Plänen manchmal so ist, sind die dafür da durchkreuzt zu werden. Denn ich habe mir überlegt, genau so einen weißen dicken Strickpulli mit V-Ausschnitt wollte ich schon lange in meinem Kleiderschrank haben. Dann ist allerdings folgendes passiert:

Den Pulli aus diesem wunderbaren Seemann Strick habe ich genauso genäht wie den Grauen, nur leider ist mir der Ausschnitt dann doch etwas zu freizügig geworden. Im Vergleich kann man sehr gut den unterschiedlichen Effekt von verschiedenen Materialien sehen. Denn der Graue ist aus einem relativ dehnbaren Strickstoff und obwohl es recht tief ausgeschnitten ist, legt sich der Ausschnitt dennoch sehr schön an, so dass man nicht hineinschauen kann. Der weiße Seemann Strick ist weniger dehnbar und steht daher viel zu sehr ab.

Pulli aus Seemanns Strick | einfach nähen lernen
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Solche Fehler passieren, aber jedem Schlechten lässt sich ja auch etwas Gutes finden. Denn ich habe das Halsbündchen noch einmal abgetrennt und nehme dich jetzt beim Anpassen mit. Ich zeige dir also wie ich den V-Ausschnitt konstruiert und die Säume abgeschlossen habe.

Schnittmuster – Änderung an Ausschnitt und Ärmeln

Grundlage für meinen Pulli aus Seemanns Strick mit tiefen V-Ausschnitt ist mein Basicshirt Fanéla. Da ist bereits ein V-Ausschnitt eingezeichnet, allerdings ist der nicht so tief, sodass ich ihn hier um ca. 11,5 cm nach unten verlegt habe.

Tipp: Wenn du einen Ausschnitt einfach frei veränderst, ist es wichtig, dass die Schulternaht am Ende immer noch so breit bleibt wie im Original.

Strickpulli | einfach nähen lernen
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Außerdem habe ich den Ärmel noch etwas gekürzt, weil ich ursprünglich schöne große Bündchen am Ärmel haben wollte. Das habe ich für dich noch einmal ausgemessen und habe den Ärmel um 11 cm gekürzt.

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breites Halsbündchen erstellen

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Für den V-Ausschnitt habe ich mir zunächst einmal vorne die Mitte mit einer Stecknadel markiert und dann rundeherum einmal ausgemessen, wie groß denn mein Halsausschnitt nach meiner Anpassung geworden ist. Dafür bin ich ganz locker mit dem Maßband einmal herumgegangen und das sind bei mir 1 m.

Dann habe ich mir passend dazu einen Streifen zugeschnitten. Der erste Versuch war 90 cm, schlussendlich habe ich es aber auf 75 cm gekürzt und entsprechend dem Fadenlauf auf 10 cm Breite zugeschnitten.

Im nächsten Schritt habe ich dann das zukünftige Halsbündchen links auf links zur Hälfte gefaltet und mein V entsprechend ausgeschnitten. Da habe ich jetzt auch nicht viel ausgemessen, sondern einfach quer geschnitten.

Wichtig ist, dass die kürzere Seite dort ist, wo das Bündchen geschlossen ist, sodass am Ende so ein Schwalbenschwanz entsteht. Das gleiche übertrage ich auf der anderen Seite. Dafür lege ich es einfach übereinander und schneide das entsprechende Dreieck aus.

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Im nächsten Schritt liegt das Halsbündchen jetzt rechts auf rechts und das V wird mit der Nähmaschine zusammengenäht. Hierfür habe ich einen ganz normalen Geradstich eingestellt. Es empfiehlt sich hier einmal die Mitte zu markieren, damit du weißt, wo du das Nähfüßchen drehen musst. Denn wenn du es drehst, muss die rechte Kante des Füßchens mit der Stoffkante übereinander liegen. Dann nähe ich den Schwalbenschwanz auch schon zu Ende.

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Halsbündchen an V-Auschnitt stecken und festnähen

Um mein fertiges Halsbündchen jetzt anzunähen, suche ich mir einmal die hintere Mitte. Dafür lege ich einmal die beiden Schulternähte übereinander und finde so ganz praktisch die Mitte. Vorne die Mitte ist immer noch markiert.

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Jetzt nehme ich mir mein Halsbündchen, welches mittlerweile schon wieder links auf links zusammenliegt und suche mir auch hier erst einmal die Mitte und markiere sie. Wenn ich mir das jetzt mal grob hinlege, sollte es am Ende ungefähr so aussehen:

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Das heißt nun klappe ich das Ganze rechts auf rechts einmal übereinander und beginne vorne mit dem V. Dafür nehme ich mir die Mittelnaht und lege die genau dort hin wo ich mir mit der Stecknadel die Mitte markiert habe. Das fixiere ich zunächst mit einer Lage, denn das ist die, die später dann auch von außen zu sehen ist. Wenn das alles schön glatt und gerade liegt, dann nehme ich die zweite Seite von dem Halsbündchen, lege es übereinander und fixiere es dann nur mit der Stecknadel.

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Damit ich das Halsbündchen jetzt aus Versehen nicht verdreht annähe, arbeite ich mich an den offenen Kanten entlang bis ich zu der hinteren Mitte jeweils gekommen bin und dort bringe ich das Halsbündchen rechts auf rechts auf den Ausschnitt auf und fixiere alle drei Schichten mit einer Klammer.

Jetzt kann ich mir sicher sein, dass ich den Ausschnitt nicht verdreht aufstecke und beginne vorne am V das Halsbündchen gleichmäßig auf den Ausschnitt aufzustecken.

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Dann hat sich gezeigt, dass ich das Halsbündchen wohl doch etwas zu knapp zugeschnitten habe und ich das dann recht stark dehnen musste. Ursprünglich bei dem Grauen hatte ich 90 cm, jetzt sind es 75.  Allerdings ist der Seemanns Strick ein eher unelastischer Baumwollstrick. Also irgendwo zwischen 90 und 75 cm wäre wohl die perfekte Länge gewesen. Da bei einem V-Ausschnitt die Seiten vorne ja gerade sind, sollte man das Strickbündchen dort gar nicht dehnen müssen, sondern erst kurz vor der Schulter und hinten im Nacken, damit es sich dort richtig anlehnen kann. Aber dadurch, dass ich ja etwas zu kurz zugeschnitten hatte, musste ich jetzt vorne auch etwas dehnen.

Zum Thema V-Ausschnitt habe ich auch noch andere Videos gemacht, wenn du das Ganze noch etwas detaillierter sehen möchtest, findest du es hier.

Zum Zusammennähen habe ich jetzt einen normalen Geradstich gewählt und auch die Stecknadel auf den Ausschnitt gesteckt. Also einmal auf die andere Seite, sodass das Bündchen jetzt unten liegt. Nun nähe ich es zunächst einmal komplett unten in die Spitze von dem V, lasse die Nadel im Stoff stecken und drehe das Ganze um. Außerdem achte ich darauf, dass darunter jetzt auch keine Falten entstehen und kann dann meine Naht ganz normal fortsetzen.

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Wie ich schon gesagt habe, musste ich jetzt hier am Ausschnitt etwas mehr ziehen als man es eigentlich macht. Das Ergebnis siehst du hier:

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Nahtzugaben im V-Ausschnitt versäubern

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Es ist passiert, was passieren musste. Es hat sich vorne etwas zusammengezogen, weshalb ganz leichte Querstreifen vorne entstehen. Für mich sind sie dennoch absolut tragbar. Also habe ich dann weiter gemacht und meinen Ausschnitt mit allen drei Schichten innen mit der Overlock rundherum versäubert. Denn in diesem Falle ist es so, dass ich nur den Ausschnitt vorne mit der Overlock versäubert hatte, nicht aber das Bündchen. Das würde dann im Laufe der Zeit doch zu sehr ausfransen, sodass ich hier mit der Overlock noch eine Sicherheitsnaht lege. Die Spitze vorne am V habe ich mit der Schere gerade abgeschnitten.

V-Ausschnitt von außen absteppen

Dann bin ich mit der Overlock einfach einmal an den Kanten entlang gegangen, sodass hier alle drei Stoffschichten miteinander vernäht wurden. Dann nur noch die Fädchen abschneiden.

Eigentlich wäre den Pulli aus Seemanns Strick jetzt fertig gewesen, aber ich dachte mir, es wäre eine schlaue Idee, das Ganze von vorne noch einmal abzusteppen. Dafür habe ich die Nähmaschine auf einen etwas größeren Geradstich gestellt und nähe die Nahtzugabe nun am Ausschnitt einmal fest. Sie liegt also jetzt vom Bündchen aus gesehen links von der Naht und genau da gehe ich jetzt mit der Nähmaschine einmal gerade drüber.

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Dieser Ausschnitt ist jetzt deutlich besser geworden als beim ersten Versuch, allerdings würde ich beim nächsten Mal das Halsbündchen noch einmal zuschneiden, damit ich das Bündchen nicht von außen absteppen muss.

Säume mit der Overlock

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Vollständigkeitshalber zeige ich dir jetzt noch die Säume. Bei dem Prototypen habe ich die Säume einfach umgeschlagen und mit einem Blindstich gesäumt. Bei dem weißen Pullover habe ich es aber einfach bei der Overlocknaht belassen. Das heißt ich hatte vorher alle Teile rundherum versäubert und jetzt mache ich gar nicht mehr mit dem Saum. Genau das Gleiche habe ich auch bei den Ärmeln gemacht.

So sieht mein neuer Lieblingspulli aus Seemanns Strick mit breitem, tiefen V-Ausschnit fertig aus:

Pulli aus Seemanns Strick  | einfach nähen lernen

Jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Nachmachen!

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