The ultimate Crossbody Bag von Bags and Peaces

Hast du dir schonmal eine echte Ledertasche selbst genäht? So ganz ohne Nähmaschine, sondern alles von Hand? Nein? Dann schau dir das Label Bags & Pieces mit seinen zahlreichen tollen DIY Boxen an! Derzeit bietet Bags & Pieces verschiedene Taschenmodelle, Einzelteile zum Ledernähen und Onlinekurse, die nochmal tiefer ins Thema gehen, an.

Christina aus dem Team von einfach nähen hat das Konzept getestet und die „The ultimate Crossbody“ Tasche aus Grain Leder in der Farbe „Finding Nemo“ genäht. Neben der Lederstruktur kann man zwischen vielen unterschiedlichen Lederfarben wählen. Anschließend entscheidet man, ob man goldenes oder silbernes Zubehör und ob man das Futter in Sand oder Anthracite haben möchte. Zuletzt wählt man die Tragevariante, bei der man die Wahl zwischen Statement Gurt und zwei unterschiedlich lange Ketten hat.

Wer mag wählt auch den Nähkloben dazu, denn mit diesem hat man beim Ledernähen beide Hände frei, was eine wirklich große Hilfe ist. Außerdem kann man die Tasche an unterscheidlichen Stellen blind oder mit Gold- und Silberfolie prägen lassen.

In der DIY-Box zur ultimate Crossbody ist alles dabei, was man benötigt – das Leder, Verstärkungsmaterial, Futter, Garn, Wachs, Nadeln, Lederkleber, Kantenfarbe, Basecoat und sämtliches Werkzeug sowie das Taschenzubehör. Alles ist fertig zugeschnitten in einer schönen Box mit Schuber verpackt, die prima weiterverwendet werden kann.

Die Tasche ist nicht ganz so schnell genäht und ein wenig aufwändiger, weshalb es sich anbietet, ein kleineres Projekt wie z.B. den Schlüsselanhänger zum Üben dazu zu bestellen.

Die einzelnen Verarbeitungsschritte sind quasi immer gleich. Leder, Verstärkungsmaterial und Futter werden miteinander verklebt und dann wird, je nach Schnittteil, zusammengenäht oder die Kanten werden bearbeitet.

Zum Bearbeiten der Kanten schleift man diese vorher an und gibt dann mithilfe des Kantenrollers den sogenannten Base Coat auf die zu bearbeitende Kante(n). Dieser muss anschließend trocknen, wieder angeschliffen werden und bekommt eine weitere Schicht Base Coat. Diesen Schritt wiederholt man so lang, bis einem die Kanten gefallen. Anschließend gibt man die Lederfarbe, die perfekt auf das Leder abgestimmt ist, über den Base Coat und wiederholt auch das, bis man zufrieden ist.

Genäht wird mit der Hand und mit zwei Nadeln. Dadurch entsteht eine genannte Sattlernaht. Damit die Finger unter der ungewohnten Belastung nicht allzu sehr leiden, bietet es sich an, auf Nadelgreifer aus Silikon zurück zu greifen. Mit diesen fingerhutähnlichen Teilen lassen sich die Nadeln gut festhalten.

An manchen Stellen ist das Nähen ein wenig tricky, z.B. beim Annähen der seitlichen D-Ring Schlaufen. An dieser Stelle näht man durch drei Lagen Leder, Verstärkungsmaterial und Futterstoff und wenn man da zuvor nicht alle Lagen akkurat zusammenklebt, benötigt man viel Kraft.

Am Ende lohnt sich der Aufwand aber, denn man ist stolze*r Besitzer*in einer tollen Tasche.

Christinas nächtes Projekt, der Ledergurt für Taschen wartet schon darauf, verarbeitet zu werden. Wenn du jetzt auch Lust hast, ein neues Hobby zu entdecken, schaue dich unbedingt mal im Shop von Bags & Peaces um.

Viel Spaß beim Ledernähen!